Neue Perspektive auf die Welt gewagt

Mit 29 Jahren entwickelte Charles Darwin seine 'Evolutionstheorie'. Er veränderte damit für immer den Blick auf die Welt

Der Aufklärer Gotthold Ephraim Lessing verfasste  'Emilia Galotti'. In seinem Buch wird dem willkürlichen Herrschaftsstil des Adels die neue, aufgeklärte Moral des Bürgertums entgegengesetzt. In den Jahren danach verfasst er 'Nathan der Weise' und 'Ernst und Falk - Gespräche für Freimaurer', in denen für Toleranz und Mitmenschlichkeit plädiert wird.

Albert Einstein publizierte mit 36 Jahren sein Hauptwerk: die 'Relativitätstheorie'.

                                                                  (Einsteins persönliches Glaubensbekenntnis)

 

Potentiale zur gesellschaftlichen Veränderung erkannt 

Jane Goodall warb für Respekt gegenüber Affen, die genetisch zu 98% dem Menschen gleichen. Goodall  war eine der ersten Forscherinnen, die den von ihr beobachteten Tieren Namen gab und keine Nummern. 1965 wurde der  – von National Geographic produzierte – Film 'Miss Goodall and the Wild Chimpanzees' im Fernsehen gezeigt, der einem großen Publikum das Leben von Menschenaffen zugänglich machte. 

Bertolt Brecht schrieb u.a. die Werke 'Leben des Galilei' und 'Mutter Courage und ihre Kinder', in denen Menschlichkeit, Moral und Wahrheitsliebe im Mittelpunkt stehen.

Mit 26 Jahren feierte Charlie Chaplin seinen ersten großen Erfolg. Chaplin zu seiner Idee des Tramps: „Der Spazierstock steht für die Würde des Menschen, der Schnurrbart für die Eitelkeit und die ausgelatschten Schuhe für die Sorgen."

 

Innovative Problemlösungen vorangetrieben

Marie Skłodowska Curie entwickelte eine hilfreiche Technik: einen Röntgenwagen, mit dem es möglich war, radiologische Untersuchungen in der Nähe der Front durchzuführen. Sie beteiligte sich auch an der Qualifizierung des notwendigen Personals. Sie erhielt für ihre Forschungen zur Strahlung von Uranverbindungen den Nobelpreis für Physik - als erste Frau der Weltgeschichte.

Gertrude B. Elion
wurde durch die Erfahrungen ihrer Jugend geprägt. Als Fünfzehnjährige erlebte sie mit, wie ihr Großvater an Krebs starb. Als Biochemikerin entwickelte sie später einen medizinischen Wirkstoff, der die Zellvermehrung hemmt. Dieser wird heute bei der Behandlung von Leukämie eingesetzt. Sie erhielt dafür den Medizin-Nobelpreis.

John F. Kennedy wurde mit 43 Jahren zum Präsidenten der US gewählt. Er wagte auf vielen gesellschaftspolitischen Gebieten eine Erneuerung.

Mustafa Kemal Atatürk war Gründervater der modernen Türkei und säkularisierte die türkische Gesellschaft. Er führte u.a. die allgemeine Schulpflicht ein. Er war zu diesem Zeitpunkt 42 Jahre alt. Zitat: „Heute sind alle Nationen der Erde fast Verwandte geworden oder bemühen sich, es noch zu werden. Infolgedessen muss der Mensch nicht nur an die Existenz und das Glück derjenigen Nation denken, der er angehört, sondern auch an das Vorhandensein und Wohlbefinden aller Nationen der Welt ..."
 

Respektvolleres Miteinander ermöglicht

Freiher Adolph Knigge verfasste mit 36 Jahren sein Werk 'Über den Umgang mit Menschen' – bekannt als 'Knigge'.

Marshall B. Rosenberg entwickelte bis zu seinem 45. Lebensjahr das international bekannte Kommunikationskonzept der 'Gewaltfreien Kommunikation' (GfK).

Der Gesellschaftswissenschafler Norbert Elias veröffentlichte mit 43 Jahren sein Hauptwerk 'Über den Prozess der Zivilisation', das die gesellschaftlichen Prozesse erklärte, die zu einem zivilisierteren Umgang der Menschen untereinander führten.

Referenz 

 

Konflikte konstruktiv gelöst

Theodore Roosevelt wurde im Alter von 42 Jahren Präsident der Vereinigten Staaten. Fünf Jahre später trug er mit seiner diplomatischen Initiative entscheidend dazu bei, dass der Russisch-Japanische Krieg beendet wurde. Ein Jahr später erhielt er dafür als erster Amerikaner den Friedensnobelpreis.

Mahatma Gandhi
 organisierte einen gewaltlosen Widerstand. Sein Motto: "Sei die Veränderung, die Du Dir für diese Welt wünschst."

Der Wissenschaftler Friedrich Glasl leistete einen wichtigen Beitrag zum Verständnis von Konflikten und damit zum erfolgreicheren Umgang mit Konflikten. Seine Erkenntnisse trugen zur Beilegung von zahlreichen Konflikten bei. 

Referenz


 

Weiterführender Artikel: Die Philosophie des IKuF-Instituts